Kognitive Verzerrungen
Um mit Komplexität umzugehen, greifen Menschen auf mentale Abkürzungen zurück. Diese kognitiven Verzerrungen helfen, schnell zu entscheiden – sind aber systematisch fehleranfällig. Bestätigungsfehler, Ankereffekte oder Status-quo-Bias entstehen nicht aus Schwäche, sondern aus Effizienz.
Design interagiert ständig mit diesen Verzerrungen. Es kann sie ausgleichen, etwa durch transparente Vergleichsmöglichkeiten oder klare Rückmeldungen. Es kann sie aber auch gezielt ausnutzen, indem es Optionen versteckt, verzerrt darstellt oder Druck erzeugt.
Verantwortungsvolles UX macht Biases sichtbar oder entschärft ihre Wirkung. Es akzeptiert menschliche Begrenztheit, ohne sie gegen Nutzer:innen zu wenden. Ziel ist nicht perfekte Rationalität, sondern informierte, selbstbestimmte Entscheidungen.
Kompakte Zusammenfassung
Kurz, direkt und semantisch eindeutig formuliert.
Passend fuer
Branchen / Kontexte
Empfehlenswert, wenn
- ein Begriff, Muster oder Entscheidungsproblem besser verstanden werden soll
- UX, Produkt oder KI im Systemkontext eingeordnet werden muessen
Nicht ideal, wenn
- nur eine oberflaechliche Definition ohne praktischen Kontext gesucht wird
Evidenz
- Teil der Wissenssammlung von Mitterberger:Lab.
- Thematische Einordnung: Psychologie.